Du holst eine Flasche Bartöl aus dem Schrank, die dort schon eine Weile steht. Riecht noch gut, denkst du. Aber ist es auch noch gut? Bartöl hat kein Datum wie eine Milchtüte, und das macht die Sache knifflig. Hier erfährst du, wie lange Bartöl gut bleibt, wo du es am besten aufbewahrst und wie du selbst riechst, ob es noch in Ordnung ist.

- Eine geöffnete Flasche Rithim-Bartöl verbrauchst du innerhalb von 12 Monaten. Auf der Verpackung steht das als kleiner offener Tiegel mit 12M darin.
- Bartöl enthält kein Wasser. Darin kann also nichts wachsen, aber das Öl kann ranzig werden.
- Licht, Wärme und Luft lassen Öl altern. Alle 10 Grad wärmer geht das ungefähr doppelt so schnell.
- Ein Schrank oder eine Schublade unter 25 Grad ist der beste Platz. Der Kühlschrank ist nicht nötig.
- Riecht dein Öl nach altem Frittierfett, Wachsmalstiften oder Farbe, ist es ranzig und eine neue Flasche fällig.
Wie lange bleibt Bartöl gut?
Die kurze Antwort: 12 Monate nach dem Öffnen. Das gilt für alle fünf Bartöle von Rithim, und es steht auch auf der Verpackung.
Diese Frist ist nicht geraten. Jedes Kosmetikprodukt, das in Europa verkauft wird, braucht einen Sicherheitsbericht. Für unsere Bartöle wurden die 12 Monate auf Basis von Stabilitätstests festgelegt. In diesem Zeitraum bleiben Produkt und Inhaltsstoffe stabil, bei normaler Anwendung und normaler Aufbewahrung.
Achte auf die Worte „nach dem Öffnen“. Die 12 Monate beginnen in dem Moment, in dem du die Flasche zum ersten Mal öffnest. Hast du ein paar Flaschen auf Vorrat, öffne zuerst die, die du am längsten hast.
Zwölf Monate sind auch keine Grenze, an der das Öl plötzlich umkippt. Wie du es aufbewahrst, macht viel aus. Eine Flasche in einer kühlen Schublade bleibt länger in Topform als eine, die jeden Morgen in der Sonne steht.
Weißt du nicht mehr, wann du sie geöffnet hast? Schau in deine Bestellbestätigung oder deinen Bestellverlauf. Dann weißt du zumindest, wie lange du sie schon im Haus hast.
Der offene Tiegel mit 12M: So liest du die Haltbarkeit auf Kosmetik
Auf Kosmetik begegnen dir zwei Arten von Haltbarkeitsangaben. Sie sehen unterschiedlich aus und bedeuten etwas anderes.
Die erste ist ein normales Datum, oft mit einer kleinen Sanduhr davor. Es steht auf Produkten, die weniger als 30 Monate haltbar sind. Bis zu diesem Datum ist das Produkt gut, auch wenn du es noch nicht geöffnet hast.
Die zweite ist ein offener Tiegel mit einer Zahl und einem M darin, etwa 6M, 12M oder 24M. Das ist das PAO-Symbol, vom englischen period after opening. Die Zahl gibt an, wie viele Monate ein Produkt nach dem Öffnen sicher ist und tut, was es soll. Nach der europäischen Kosmetikverordnung tragen Produkte, die länger als 30 Monate haltbar sind, dieses Symbol statt eines Datums.
Auf dem Bartöl von Rithim steht 12M. Das Symbol sagt also nichts über den Tag, an dem du die Flasche gekauft hast, aber alles über den Tag, an dem du sie geöffnet hast.
Der Unterschied ist logisch. Solange eine Flasche verschlossen ist, kommt keine frische Luft hinein. Sobald du sie öffnest, gelangt jedes Mal ein wenig Sauerstoff hinein. Genau darum geht es im Rest dieses Artikels.
Warum Bartöl nicht schimmelt, aber ranzig werden kann
Bartöl enthält keinen Tropfen Wasser. Das klingt nach einem Detail, ist aber der Grund, warum darin nichts wachsen kann. Bakterien und Schimmel brauchen Wasser. Ohne Wasser kein Wachstum, und deshalb braucht Bartöl auch kein Konservierungsmittel. So steht es auch in den Sicherheitsberichten unserer Bartöle.
Was Öl dagegen tut: Es oxidiert. Pflanzenöl besteht zu einem großen Teil aus Fettsäuren, und einige davon reagieren langsam mit dem Sauerstoff aus der Luft. Dabei entstehen Stoffe mit einem anderen Geruch. Das nennt man ranzig: Das Öl bekommt einen fremden Beigeruch, der Duft selbst wird flacher und es fühlt sich auf der Haut weniger angenehm an.
Wie schnell das geht, ist von Öl zu Öl verschieden. Deshalb steckt in jedem Rithim-Bartöl Vitamin E, ein Antioxidans, das diesen Prozess bremst. Auch Squalan ist in allen fünf enthalten. Das ist ein pflanzliches Öl, dem Sauerstoff kaum etwas anhaben kann, weil es chemisch bereits gesättigt ist: Es gibt keine Stelle mehr, an der sich Sauerstoff anlagern kann.
Zusammen halten sie das Öl lange stabil. Aber auch eine gute Rezeptur kommt nicht gegen eine Fensterbank in der prallen Sonne an. Deshalb lohnt es sich zu wissen, was Öl altern lässt.
Licht, Wärme und Luft: Was Öl altern lässt
Drei Dinge beschleunigen die Oxidation. Alle drei kannst du leicht begrenzen.
Licht. Vor allem sichtbares Licht setzt die Oxidation in Gang. Tageslicht durchs Fenster reicht schon, direkte Sonne noch mehr. Deshalb steckt Rithim-Bartöl in violettem biophotonischem Glas. Es wirkt fast schwarz und hält den größten Teil des sichtbaren Lichts ab. Laut Sicherheitsbericht schützt das die Öle, das Vitamin E und den Duft besser als klares oder braunes Glas.
Wärme. Als Faustregel aus der Forschung zu Pflanzenölen gilt: Alle 10 Grad wärmer oxidiert das Öl ungefähr doppelt so schnell. Bei 30 Grad geht es also etwa doppelt so schnell wie bei 20 Grad.
Luft. Jedes Mal, wenn du die Flasche öffnest, kommt frischer Sauerstoff hinein. Das gehört dazu und ist kein Problem. Lass nur den Verschluss nicht neben dem Waschbecken liegen, während du das Öl in den Bart einarbeitest. Gib die Tropfen in deine Handfläche, steck die Pipette zurück, dreh den Verschluss zu und verteile das Öl erst dann.
Bleibt noch Wasser. Es lässt Öl nicht altern, hat darin aber einfach nichts zu suchen. Halte die Pipette von deinem nassen Bart fern und tropfe in eine trockene Hand. So bleibt deine Flasche, was sie ist: wasserfrei.
Bartöl verdirbt nicht wie Milch. Es wird ranzig, und das riechst du.
Der beste Platz zu Hause für dein Bartöl
Wo steht deine Flasche gerade? Gut möglich: im Badezimmer. Logisch, denn dort benutzt du sie. Aber nicht jeder Platz im Bad ist gleich gut.
Die Fensterbank ist die schlechteste Wahl. Dort bekommt deine Flasche jeden Tag Licht und an sonnigen Tagen auch Wärme. Das Regal direkt über der Dusche oder Badewanne wird bei jedem Duschen warm und feucht. Und neben der Heizung oder einem beheizten Spiegel steigt die Temperatur schnell.
Ein Schrank, eine Schublade oder ein Kulturbeutel ohne Sonne ist der beste Platz. Dort bleibt es dunkel, es wird nicht warm und deine Flasche ist trotzdem griffbereit. Pflegst du deinen Bart lieber im Schlafzimmer, eignet sich eine Schublade dort genauso gut.
Unter 25 Grad bist du auf der sicheren Seite. Normale Raumtemperatur ist völlig in Ordnung. Kalt muss es nicht sein, solange es nicht warm wird und keine Sonne darauf fällt.
Verwendest du mehrere Düfte abwechselnd? Dann behalte die Flasche im Blick, zu der du seltener greifst. Die 12 Monate laufen weiter, auch wenn du sie kaum benutzt.
Unterwegs: Auto, Sporttasche und Urlaub
Sobald dein Bartöl das Haus verlässt, hat es es schwerer als zu Hause.
Das Auto ist das größte Risiko. Ein Test des belgischen Automobilclubs VAB zeigt, dass es in einem Auto in der prallen Sonne innen auf rund 50 Grad steigen kann. Das Armaturenbrett wird noch deutlich heißer. Nach der Faustregel von oben oxidiert Öl bei 50 Grad etwa achtmal so schnell wie bei 20 Grad. Eine Flasche, die einen Sommer lang im Handschuhfach liegt, baut also schnell ab. Nimm sie mit hinein.
Im Urlaub gilt dasselbe. Lass deine Flasche nicht in der Strandtasche in der Sonne stehen, sondern bewahre sie im Kulturbeutel auf dem Zimmer auf, weg vom Fenster.
Fliegst du nur mit Handgepäck? Mit 30 ml liegt die Flasche deutlich unter der Grenze von 100 ml, die an vielen Flughäfen für Flüssigkeiten noch gilt. Beim Start sinkt der Luftdruck in der Kabine. Die Luft in der Flasche dehnt sich dann etwas aus und kann ein wenig Öl am Verschluss vorbeidrücken. Dreh sie gut zu und steck sie in den durchsichtigen Beutel, dann bleibt der Rest deines Gepäcks sauber.
Und die Sporttasche? Ein paar Stunden in der Umkleide schaden nicht. Lass sie nur nicht den ganzen Sommer in einer Tasche im Kofferraum liegen.
Gehört Bartöl in den Kühlschrank?
Nein. Kälte bremst die Oxidation zwar, aber normale Raumtemperatur reicht für Bartöl völlig aus.
Der Kühlschrank hat sogar Nachteile. Manche Öle werden in der Kälte dick oder trüb. Das ist harmlos, denn bei Raumtemperatur werden sie wieder klar. Aber kaltes, zähes Öl lässt sich schwer dosieren.
Dazu kommt: Holst du eine kalte Flasche immer wieder ins warme, dampfige Bad, schlägt sich Feuchtigkeit auf dem Glas nieder. Auch rund um den Hals, wo du sie öffnest. Genau das willst du aus einem wasserfreien Produkt heraushalten.
Ein kühler, dunkler Schrank ist der beste Mittelweg. Dein Öl bleibt dort gut und ist sofort einsatzbereit.
Ranziges Bartöl erkennen: riechen, sehen, fühlen
Deine Nase ist das beste Messinstrument. Gib einen Tropfen in deine Handfläche und riech daran, bevor du ihn verteilst.
Riechen. Frisches Bartöl riecht einfach nach seinem Duft. Ranziges Öl riecht anders: nach altem Frittierfett, Wachsmalstiften, Farbe oder Nagellackentferner. Oft bemerkst du es zuerst an einem fremden Beigeruch. Riechst du das, ist das Öl oxidiert.
Sehen. Schau dir den Tropfen in deiner Hand an. Ist das Öl deutlich dunkler als gewohnt oder bleibt es bei Raumtemperatur trüb, hat sich etwas verändert. Trübung nach einer kalten Nacht zählt nicht, solange sie bei Raumtemperatur wieder verschwindet.
Fühlen. Frisches Öl fühlt sich leicht und geschmeidig an. Ist es dicker oder klebrig geworden, ist das ein Warnsignal.
Und achte auf deine Haut. Reagiert sie plötzlich mit Juckreiz oder Rötungen auf ein Öl, das du vorher gut vertragen hast, hör auf, es zu benutzen. Oxidiertes Öl kann die Haut reizen.
Bemerkst du eines dieser Zeichen, nimm eine neue Flasche. Alle fünf Düfte findest du bei unserem Bartöl. Unsicher bei einer Flasche, die schon länger offen ist? Schick uns eine Nachricht, dann schauen wir gemeinsam.
